SOLAR auf’s DACH – kein teurer Traum

Veröffentlicht am 26.09.2010 in Ortsvereine

Lars Waldmann (SCHOTT Solar AG)

28 m² Solarpanel auf dem Dach ergeben eine Leistung von ca. 4.000 kWh im Jahr. Der übliche Stromverbrauch im 2 Personenhaushalt ist 3.100 kWh. Schlussfolgerung: Mit Solarstrom lässt sich Geld verdienen, denn durch die Einspeisevergütung (EEG) wird jede KWh bezuschusst und die Sonne gibt es umsonst. Ein solches Beispiel macht deutlich, wie der private Investor seine Immobilie auch durch Photovoltaik modernisieren kann. Lars Waldmann, Leiter der Unternehmenskommunikation von SCHOTT Solar AG, gab am Donnerstag dieser Woche auf Einladung der SPD Schlangenbad einen gekonnten Überblick über Technik, Qualität, Entwicklungspotential und Kostendegression bei der Photovoltaik.

Zwei Techniken beherrscht SCHOTT seit vielen Jahren: Siliziumwafer und Dünnschichtspeicher auf Glasträgern. Ein besonders hohes Qualilitätsmanagement beweist sich dadurch, dass über Jahrzehnte die Abnahme der Leistungsaufnahme nur bei 7% liegt. Hier sieht Schott auch den entscheidenden Konkurrenzvorteil, insbesondere vor den Produkten aus China. SCHOTTs Engagement geht über die Panels hinaus auch zu großen solarthermischen Kraftwerken. Das ist mit ein Grund warum international in Mexiko, USA, Spanien, und Asien produziert wird. Mit am interessantesten waren die Prognosen von Waldmann zur Kostenreduzierung der Photozellen. Abgeleitet aus der Silizium-Technologie wie im IT-Bereich ergeben sich zukünftig weitere deutliche Effizienssteigerungen in der Produktion. Damit wird die Photovoltaik langfristig alle anderen Energieträger überholen, vor allem die Ressourcen Öl. Gas, Kohle und selbst Uran, die wegen ihrer Knappheit eine Kostensteigerung erwarten lassen. Zur Anwendungstechnologie gehört, dass Panels nicht nur auf dem Dach sondern genauso auf den Wandflächen eines Hauses und auch als tw. lichtdurchlässige Wandelemente installiert werden können. Natürlich kamen auch die Voraussetzungen für die Anforderungen dezentraler Energieeinspeisung zur Sprache: Eine Umstrukturierung der zentralen Verteilernetze, neue Starkstromtrassen von Norden nach Süden, vor allem neue Speicherkapazitäten, die schwankende Leistungen bei Einspeisung ausgleichen können. Ein solches ‚smart grid‘ könnte sogar im europäischen Rahmen entstehen, um entfernte Zulieferer, z.B. aus der Sahara zu nutzen. Dies alles sind hohe Investitionen und nicht ‚Kosten‘ – wie der SPIEGEL mit mangelnder volkswirtschaftlichen Betrachtung – schreibt, die den Technologiestandort und die Arbeitsplätze mit einem gewaltigem Konjunkturprogramm in Deutschland „fordern und fördern“. Als Anekdote verstand Herr Waldmann, dass seine 1 Jahr alte Tochter erleben würde wie Energie unbeschränkt und preiswert in Jahrzehnten verfügbar wäre. Die Sonne geht in unserem Menschendasein nicht aus und es gibt noch riesige Gebiete auf der Welt, die überhaupt keinen Zugang zu elektrischer Energie haben. Das Potential für die Technologie zur Nutzung der Sonnenenergie ist fast unbegrenzt. Gemessen an der optimistischen Perspektive ist die kleinmütige Einstellung von Politik und Gesellschaft erstaunlich, wie Detlef Geisendörfer einleitend feststellte. Das beginnt vor Ort in Schlangenbad Bärstadt, führt zu einer unverantwortlichen Atompolitik und bei vielen Projekten durchaus widersprüchlich zu einer Auseinandersetzung Grün gegen Grün - oder auch Technologieumbau gegen Natur. Die SPD Schlangenbad hat nach dem Vortrag von Prof. Hermann Scheer MdB, zur dezentralen und damit demokratischen Energieerzeugung im Dezember 2007 mit diesem Beitrag einen weiteren, nachdenklichen Anstoss zur realen Zukunftsentwicklung der Gesellschaft zur Sprache gebracht. Weitere Informationen über www.schottsolar.com

 

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