Neujahrsempfang der SPD Schlangenbad mit Rheinland-Pfalz-Innenminister Karl-Peter Bruch und Thorsten Schäfer-Gümbel

Veröffentlicht am 11.01.2009 in Ortsvereine

Die Sympathien der Schlangenbader SPD-Anhänger erreicht Thorsten Schäfer-Gümbel gleich im ersten Satz seiner Neujahrsrede in der Historischen Caféhalle, als er die Parallelen der Landespolitik mit der Abwahl des Schlangenbader Bürgermeisters Detlev Sieber vergleicht: "Die Hessischen Verhältnisse gab es in Schlangenbad im Quadrat". Schäfer-Gümbel gibt am Rednerpult vor rund 120 Zuhörern alles, reißt sein Publikum mit, ...

erzählt von seiner Jugend in der Gießener Nordstadt - keine gute Gegend - in der er sich mit seinen zwei Brüdern ein neun Quadratmeter großes Zimmer teilte. Er habe zunächst eine Empfehlung für die Realschule bekommen, während die Kinder aus besseren Stadtteilen gleich aufs Gymnasium geschickt worden seien. Deshalb sei ihm die Bildungspolitik so wichtig. Er schlägt den Bogen zum Nachbarland Rheinland-Pfalz: In allen wichtigen Politikbereichen liege Hessen inzwischen hinten: Sei es im Bildungsbereich, wo Hessen in allen wichtigen Vergleichsuntersuchungen von Rheinland-Pfalz überholt wurde - beispielhaft nennt er den IGLU-Test für die Lesefähigkeit von Grundschülern: Hier war Hessen das einzige Bundesland, das sich in den vergangenen Jahren nicht verbessert, sondern verschlechtert hat. Reaktion von Kultusminister Banzer laut Schäfer-Gümbel: "Wir sollten den Test abschaffen". Besonders gravierend der Vergleich der Wirtschaftsdaten nach 10 Jahren Koch-Regierung mit dem SPD-geführten Rheinland-Pfalz: Das ehemals strukturschwache ländlich geprägte Nachbarland habe inzwischen eine wesentlich günstigere Entwicklung der Arbeitslosigkeit als Hessen. Kein Wunder, schließlich hat Koch selbst in seiner Regierungszeit rund 10.000 Stellen unter anderem für Polizisten, Lehrer oder Forstmitarbeiter gestrichen. Vor allem aber Koch mit seiner ideologisch begründeten Ablehnung des Mindestlohns die Grundlagen für ein Lohndumping geschaffen, das inzwischen für viele kleine und mittlere Unternehmen in Hessen zur Existenzbedrohung geworden ist. Und so sei Koch auch kein Wirtschaftsexperte, sondern allenfalls ein Experte für Wirtschaftslobbyismus. Offenbar hat der selbsternannte zukünftige Ministerpräsident die Wahl noch nicht aufgegeben. Die Umfragen, wonach die SPD mehr als 15 Prozentpunkte hinter der CDU liegt, könnten ihn nicht schrecken, sagt "TSG". Schließlich seien 45 Prozent der Wähler noch unentschlossen. Zu Abschied fordert er seine Anhänger noch auf, in den letzten Tagen noch einmal alles zu geben - und verlässt die Sitzung mit seinem "lebenden Navigationssystem", Jens-Christoph Pieper aus Eppstein, der in der ZDF- Sendung „Wetten dass“ mit seinem ausgezeichneten Gedächtnis für Autobahnen geglänzt hatte und jetzt den SPD-Spitzenkandidaten zum nächsten Wahltermin durch Hessen fährt. Nächster Redner war der Rheinland-Pfälzische Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Karl Peter Bruch. Der stieg dankbar auf die von Schäfer-Gümbel vorgelegten Landesvergleiche ein und untermauerte sie mit Details. Als ehemaliger Bügermeister erläuterte er die Möglichkeiten, mit einer Politik der kleinen Schritte am Ende tatsächlich vorn zu liegen - und "dabei die Menschen mitzunehmen". So endete die Veranstaltung als hohe Motivation für alle Anwesenden (so begrüßte der Ortsvereinsvositzende Heiko Schmale unter anderem die beiden Landtagskandidaten Marius Weiß und Matthias Hannes, die langjährige Landtagsabgeordnete Christel Hoffmann, Landrat Burkhard Albers und Alt-Landrat Klaus Frietsch, den UB-Vorsitzenden und Bundestagskandidat Martin Rabanus und den Juso-Vorsitzenden Carsten Sinß).

 

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